Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen

    Die Reinigungskräfte der Stadt Schöningen befürchten die Ausgliederung

    Unterschriften für Arbeitsplätze

    Die Reinigungskräfte der Stadt Schöningen befürchten die Ausgliederung

    Unterschriften für Arbeitsplätze

    Die Reinigungskräfte befürchten die Ausgliederung.

    Von Norbert Rogoll

    Die Reinigungskräfte der Stadt Schöningen und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) kämpfen weiterhin um den Erhalt der Eigenreinigung in der Stadt und damit um die betroffenen Arbeitsplätze. Jüngst sammelten sie Unterschriften für den Erhalt der Arbeitsplätze. Im Jahr gibt die Stadt derzeit 585 000 Euro für 28 Reinigungskräfte (einschließlich Vertreterinnen) aus.

    Seit längerem diskutiert die Stadt Schöningen über Einsparungen, die mit der Zahlung der Stabilisierungshilfe des Landes erforderlich sind. Jährlich muss die Stadt 1,26 Millionen Euro für die Stabilisierungshilfe in Höhe von 21,6 Millionen Euro einsparen. "Es gibt in diesem Zusammenhang einen Ratsbeschluss, auch bei der Gebäudereinigung die Kosten zu verringern", erklärte Bürgermeister Henry Bäsecke am Donnerstag unserer Zeitung.

    Am Montag erwarte die Stadtverwaltung den Besuch der vom Verwaltungsausschuss beauftragten Kommunalagentur Nordrhein-Westfalen, die sich auf das Reduzieren von Kosten der Gebäudereinigung spezialisiert habe. Von Einsparungen beim Personal bis zum Ausgliedern reiche die Palette der Möglichkeiten. Bis Ende 2016 solle eine Entscheidung fallen. "Einmal pro Jahr müssen wir unsere Konsolidierungsmaßnahmen dem Landkreis mitteilen, der diese dem Land weiterleitet", betonte Bäsecke.

    Unter dem Motto "Öffentlichen Dienst stärken - Eigenreinigung erhalten!" sammelten die Reinigungskräfte und Verdi Unterschriften. "Wir werben um Solidarität und Unterstützung bei der Belegschaft sowie den Bürgern der Stadt in der Auseinandersetzung um Lösungen für den Erhalt der Eigenreinigung", teilte Nico Limprecht, Verdi-Gewerkschaftssekretär in Braunschweig (Fachbereich Gemeinden), mit. "Allein ein solcher Ansatz ist für alle Beschäftigten und die Stadt die schlechteste Lösung. Wir kritisieren, dass Einsparpotenziale vor allem beim Personal gesucht werden. Und bezweifeln, dass auf Dauer Kosteneinsparungen realisiert werden können, wenn am Privatisierungsvorhaben festgehalten wird." Denn private Reinigungsdienste seien in der Regel nicht günstiger und würden nicht die gleiche Qualität erbringen.