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    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lässt Befristete …

    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) lässt Befristete im Regen stehen – Appell von ver.di an Bundestagsabgeordnete

    10.09.2017

    Fast 30 Menschen sind beim BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) in Braunschweig befristet beschäftigt. Eingestellt wurden sie in der Hochphase des Flüchtlingszustroms in die Bundesrepublik Deutschland.

    Februar 2018 oder wenig später sollen sie ihren Job wieder los sein. Das BAMF bietet den Betroffenen in Braunschweig keinerlei berufliche Perspektive an. Sie können sich nur an anderen Standorten auf die wenigen dort zur Entfristung ausgewiesenen Stellen bewerben.

    D. h., wer die geringen Chancen auf eine Entfristung wahrnehmen möchte, muss sich aus Süd-Ost-Niedersachsen wegbewerben – mit allen familiären und sozialen Folgen. Es geht um Väter und Mütter, um Schwerbehinderte und um ältere Menschen, die nicht beliebig ihren Lebensmittelpunkt verlagern können.

    ver.di meint: „Da ist der Bund in der Verantwortung: In Zeiten der Not Menschen einzustellen, die dazu beitragen, die große Herausforderung zu bewältigen und ihnen dann einfach wieder den Stuhl vor die Tür zu stellen, das ist nicht sozial und nicht verantwortlich“, so ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller.

    Dabei gebe es nach wie vor Arbeit genug, sogar neue befristete Stellen und Projektstellen soll es in Braunschweig geben – aber darauf dürfen sich die 30 Mitarbeiter nicht bewerben! Wertmüller: „Das ist skandalös!“

    Mit einem offenen Brief an die MdBs Reimann, Lagosky, Barchmann, Heil, Pahlmann, Lach, Gabriel, Zimmermann und Müller bittet ver.di jetzt um Unterstützung.

    Wertmüller: „Wir wollen eine Entfristung aller befristeten Verträge, die Befristeten müssen Vorrang vor einer externen Besetzung haben.“ Außerdem erwarte ver.di ein Qualifizierungsangebot für alle, deren Tätigkeiten wegzufallen drohen, damit sie andere Arbeiten ausüben können. Und ver.di regt die Einrichtung von Teleheimarbeitsplätzen an, damit gegebenenfalls auch ortsunabhängig weiter für das BAMF gearbeitet werden kann.

    Eingespannt werden, wenn die Not am größten ist und dann im Stich gelassen werden – das geht gar nicht, meint ver.di. Da erwarte man vom BAMF und vom zuständigen Innenminister mehr Verantwortung.

    Pressekontakt

    Sebastian Wertmüller
    ver.di - Bezirk Region-Süd-Ost-Niedersachsen
    Wilhelmstr. 5, 38100 Braunschweig
    Tel.: 05 31 / 2 44 08-11 │ 01 71-5 61 50 26
    E-Mail: sebastian.wertmueller@verdi.de