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    Sonntagsöffnungen im Einzelhandel

    Sonntagsöffnung Niedersachsen

    Sonntagsöffnungen im Einzelhandel

    09.09.2020

    ver.di Süd-Ost-Niedersachsen drängt auf Einhaltung gesetzlicher Regelungen

    Seit einer missverständlichen Öffentlichkeitsarbeit durch die Niedersächsische Landesregierung bemühen sich immer mehr Einzelhändler und Kommunen um zusätzliche sonntägliche Ladenöffnungen. Das führt zu kommunalen Anfragen an den ver.di-Bezirk, die immer häufiger nicht den rechtlichen Voraussetzungen entsprechen.

    Die zuständige Gewerkschaftssekretärin Kornelia Jung von ver.di weist auf die gesetzlichen Regelungen hin, die der Einzelhandel und die Kommunen auch in Zeiten der Pandemie zu beachten haben: "Für eine Ladenöffnung am Sonntag gibt es ein paar Regeln, die auch in Coronazeiten gelten: Es muss einen ausreichend großen und gewichtigen Anlass geben, der eine zusätzliche Ladenöffnung an einem Sonntag erlaubt. Die zuständige Gewerkschaft ver.di ist vor einer Genehmigung durch die Kommune anzuhören."

    Diese Vorgaben und die höchstrichterliche Rechtsprechung dazu seien durch die Pandemie nicht aufgehoben!

    Außerdem gelte die klare Maßgabe, dass sowohl in den Geschäften wie auch bei den Anlässen der Öffnung die geltenden Regeln zum Infektionsschutz zu beachten seien. ver.di hält deswegen jeweils ein örtlich angepasstes Hygienekonzept für angemessen. Auch dies sei keineswegs bei allen Anträgen der Fall.

    Der ver.di-Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen sieht die Bemühungen insgesamt kritisch und bezweifelt, dass sonntägliche Öffnungen dem Handel zusätzlichen Umsatz bescheren. Sebastian Wertmüller, ver.di Geschäftsführer: "Die Kaufzurückhaltung hat nichts mit mangelnden Öffnungszeiten zu tun, sondern viel mit Unsicherheit und Befürchtungen bei den Kundinnen und Kunden. Da hilft es wenig, den Verkäuferinnen an Sonntagen noch zusätzliche Schichten zuzumuten."

    Jetzt gehe es darum, das Einkaufserlebnis so sicher und zugleich so kundenfreundlich zu gestalten, dass die Bürger*innen keinen Anlass für Ängste haben.

    Pressekontakt

    Sebastian Wertmüller
    ver.di-Bezirk Region-Süd-Ost-Niedersachsen
    Wilhelmstr. 5, 38100 Braunschweig
    Tel.: 05 31 / 2 44 08-11 │ 01 71-5 61 50 26
    E-Mail: sebastian.wertmueller@verdi.de