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    Erzieher*innen in der Pandemie extrem belastet …

    Kitas

    Erzieher*innen in der Pandemie extrem belastet

    ver.di fordert mehr Unterstützung und besseren Infektionsschutz 29.01.2021
    Mehr Vertrauen braucht Mehr Zeit ver.di Erzieher*innen in der Pandemie extrem belastet  – ver.di fordert mehr Unterstützung und besseren Infektionsschutz


    Kita-Beschäftigte sind mit weitaus höheren Belastungen in der „Corona-Krise“ konfrontiert, als manche andere Berufsgruppen, und fühlen sich momentan oft alleine gelassen. Dies drückt sich u.a. in Fallzahlen zu Krankschreibungen aus, wie sie kürzlich in einer AOK-Studie veröffentlich wurden. Diese Fakten sowie das Thema Gesundheitsschutz für Kita-Beschäftigte finden aber aktuell kaum Beachtung in öffentlichen Diskussionen. Dabei sind berufstätige Frauen - auch ohne Corona-Krise - mit Mehrfachbelastungen konfrontiert, die aus einer bis heute ungleichen Verteilung von Fürsorgearbeit resultieren. Und mit der Coronakrise verschärfen sich solche ungleichen Strukturen.

    Während aktuell viele Beschäftigte im Homeoffice arbeiten oder dazu angehalten werden, sind Beschäftigte in den Kitas, mit weitaus größeren Gefahren und Belastungen konfrontiert.

    Gewerkschaftssekretär Nico Limprecht: „Die Kita-Einrichtungen laufen im Notbetrieb, d.h. es bräuchte eigentlich weniger Personal. Trotzdem müssen oft mehr Kinder betreut werden, als es zulässig wäre. Wir empfehlen, die Teams zu teilen. Die eine Hälfte übernimmt die Betreuung, die andere übernimmt Vorbereitung, Dokumentation und ähnliches von zu Hause aus. Nach einer Woche wird gewechselt. So muss im Falle einer Ansteckung nicht eine ganze Kita dichtgemacht werden und für die Kollegen*Innen wird der Schutz verbessert."

    Außerdem fordere ver.di regelmäßige Corona-Tests, wo das noch nicht praktiziert wird. Und bei den anstehenden Impfungen sei eine umfassende Informationspolitik durch die Arbeitgeber vonnöten. Limprecht: „Die Zeit für die Impfungen ist aus unserer Sicht natürlich Arbeitszeit!“

    Limprecht weiter: “Dabei steht Beschäftigten in den Kitas ein Anspruch auf eine Gefährdungsbeurteilung ihres Arbeitsplatzes zu. Wenn die Gefährdungen in Folge der Pandemie nicht abgestellt werden, sollte man prüfen, wie über diesen Weg für Abhilfe gesorgt werden kann.“