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    UMG-Klinikservice GmbH

    UMG-Klinikservice GmbH

    26.09.2018

    UMG-Klinikservice GmbH: Große Beteiligung am Warnstreik für faire Löhne

    Soziologen zeigen sich solidarisch – Petitionsübergabe an Präsidentin der Universität

    Über 250 Beschäftigte der UMG-Klinikservice GmbH sind heute einem Warnstreikaufruf der Gewerkschaft ver.di gefolgt. Die hohe Beteiligung hatte zur Folge, dass der Betrieb der Uniklinik eingeschränkt wurde und Operationen verschoben werden mussten. Die notwendige Patientenversorgung blieb mit einer Notdienstvereinbarung gewährleistet.

    Die Klinikservice-Beschäftigten verliehen mit dem Warnstreik ihrer Forderung Nachdruck, den Tarifvertrag der Länder auch für die Tochterfirma anzuwenden, der in der Universität und Uniklinik gilt. Unterstützt wurden sie dabei von einem Bündnis aus StudentInnen und auch von SoziologInnen, die gerade einen Kongress in der Universität abhalten:

    Prof. Dr. Sabine Pfeiffer, Vorsitzende der Sektion Arbeits- und Industriesoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie erklärt: „Aus unserer Forschung wissen wir, was die Auslagerung von Unternehmensteilen meist nach sich zieht: Geringere Löhne, unsicherere Verträge und mehr Schwierigkeiten, sich für die eigenen Interessen zu organisieren. Wir wünschen dem Warnstreik der UMG-KSG für die Übernahme des Tarifvertrags der Länder viel Erfolg“.

    Im Verlauf der Streikdemonstration übergab eine Delegation der Streikenden der Universitäts-Präsidentin Ulrike Beisiegel eine Petition. In dieser Petition wird die Universität und Uniklinik aufgefordert, der eigenen Tochterfirma den notwendigen finanziellen Spielraum zu geben, damit diese ihre Beschäftigten anständig bezahlen könne.

    Maria Kutudi, Reinigungskraft im Krankenhaus, erklärt: „Wir haben heute ein deutliches Signal an unseren Arbeitgeber gesendet, ebenso an die Uniklinik und die Universität. Wir hoffen, dass dieses Signal gehört wird! Uns geht es um Respekt und Anerkennung für die zum Teil knochenharte Arbeit, die wir jeden Tag leisten. Egal ob in der Reinigung, der Wäscherei oder dem Patiententransport.“

    Waldemar Rosin, im Patiententransport beschäftigt, ergänzt: „Konkret fordern wir gleichen Lohn für gleiche Arbeit! Zurzeit verdienen wir bis zu 50% weniger als unsere KollegInnen mit Alt-Verträgen der Uniklinik. Das ist unfair und zum Leben zu wenig!"

    Pressekontakt

    Sebastian Wertmüller
    ver.di - Bezirk Region-Süd-Ost-Niedersachsen
    Wilhelmstr. 5, 38100 Braunschweig
    Tel.: 05 31 / 2 44 08-11 │ 01 71-5 61 50 26
    E-Mail: sebastian.wertmueller@verdi.de