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    ver.di ruft zu Streiks in real-Märkten der Region auf

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    ver.di ruft zu Streiks in real-Märkten der Region auf

    21.12.2018

    Nach der Tarifflucht des SB-Warenhaus-Betreibers real erhöht ver.di den Druck: Die 400 Beschäftigten der Märkte in Braunschweig (Hamburger Straße, Berliner Straße Otto von Guerickestraße 9), Helmstedt und Goslar werden am kommenden Freitag und Sonnabend zu jeweils ganztätigen Streiks aufgerufen. „Die Kolleg*innen haben jahrelang finanzielle Einschnitte hingenommen, um zur Sanierung des Unternehmens beizutragen. Jetzt müssen sie erleben, wie sich real der Tarifbindung mit ver.di vollständig entzieht und gleichzeitig unzumutbare Gehaltskürzungen ausruft – das Maß ist voll“, gibt sich verdi-Fachsekretär Eberhard Buschbom-Helmke kämpferisch.

    „Tarifflucht darf sich nicht lohnen“ heißt auch die Kundgebung am Freitag (21.12.), die um 10.00 Uhr in Braunschweig am Schlossplatz beginnt. Dort reden u.a. der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs und die ver.di-Fachbereichsleiterin Sabine Gatz.

    Der Streik in der Region ist Teil einer bundesweiten Welle. ver.di will so erreichen, dass real mit der Gewerkschaft über den Abschluss eines neuen Tarifvertrags verhandelt. Die Tarifflucht des Unternehmens in den Billig-Tarif der Pseudo-Gewerkschaft DHV, der so gut wie keine Mitglieder bei real hat, würde Neubeschäftigte vielfach zu Hartz IV-Aufstockern machen und führe direkt in die Altersarmut, macht Buschbom-Helmke deutlich. Der DHV-Tarif sehe Gehaltskürzungen von bis zu einem Viertel vor. „Das Management habe offenbar nur die Personaleinsparungen im Kopf – und den Verkauf der Märkte, so der Gewerkschaftssekretär. Der Metro-Konzern hatte angekündigt, bundesweit 280 SB-Warenhäuser loswerden zu wollen.

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