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    Knapp vorbei ist auch daneben

    DRK Osterode

    Knapp vorbei ist auch daneben

    Unser Motto „wir lassen uns nicht aufs Kreuz legen!“ gilt auch weiterhin nach den Erklärungen des DRK-Präsidenten Dr. Andreas Philippi zur Protestaktion der DRK-Beschäftigten 20.08.2021
    Knapp vorbei ist auch daneben ver.di Knapp vorbei ist auch daneben  – Beschäftigte des DRK Osterode bekräftigen mit Aktion ihre Forderung nach Ergebnissen im aktuellen Tarifkonflikt


    Mit großer Verwunderung haben Tarifkommission und Beschäftigte des DRK Osterode die Worte des Präsidenten des DRK Osterode, Dr. Andreas Philippi aufgenommen, mit denen er gestern auf die Protestaktion einer Beschäftigtendelegation am 17.8.2021 vor dem Sitz des DRK reagiert hat.  

    „Knapp vorbei ist auch daneben“, so ver.di-Verhandlungsführerin Julia Niekamp. Anders als es Herr Philippi darstellt, gehe es laut Niekamp in den Tarifverhandlungen vor allem um die die Entgeltentwicklung ab 2022, denn die Erhöhungen im Oktober 2021 sind bereits in der vorherigen Tarifrunde rechtsverbindlich vereinbart worden. „Wäre es so, wie es Herr Philippi dargestellt hat, dann hätte sich das DRK Osterode nicht bereits an zwei Verhandlungsterminen im Mai und Juli mit ver.di an einen Tisch setzen müssen. Die Beschäftigten erwarten jetzt endlich Ergebnisse und keine weiteren Verzögerungen durch die Arbeitgeberseite.“

    Die Beschäftigten haben die berechtigte Erwartung, dass es zügig zur Übernahme des DRK-Bundesreformtarifvertrages mit allen Zulagen im Rettungsdienst und Kita-Bereich kommt. Im Januar 2021 wurden dort Gehaltssteigerungen zum April diesen Jahres und wieder zum April 2022 vereinbart und diese sehen u.a. ordentliche  finanzielle Zuwächse für Notfallsanitäter und Gruppenleitungen in Kitas vor.  

    Die Delegation aus Kitas und Rettungsdienst hatte am Dienstag der Geschäftsführung eine Foto-Petition mit Unterschriften der Beschäftigten überbracht, mit der sie gegen die Absage der Tarifverhandlungen durch die Arbeitgeberseite protestierten und ihre Forderung nach zügiger Übernahme des DRK-Reformtarifvertrages der Bundestarifgemeinschaft bekräftigten. Eigentlich hätten am Mittwoch, den 1. Aug. ab 15.00h der dritte Termin der Tarifverhandlungen stattfinden sollen, diesen hatte die Arbeitgeberseite ohne jede Begründung per Mail am Morgen abgesagt. Anders als zugesagt, sind bei der ver.di-Verhandlungsführung bis heute keine neuen Terminvorschläge eingegangen.

    „Wir sind 2015 in Osterode mit Haustarifverträgen in die Übernahme der sog. „Leitwährung“ bei den Gehältern eingestiegen. Der Bundesreformtarifvertrag wurde erst mit 12 Monaten, dann  noch mit 6 Monaten Zeitverzug fast 1 zu 1 übernommen“, so Niekamp. „Irgendwann ist aber auch mal gut. Die Beschäftigten haben die Erwartung, dass das DRK Osterode zu seinem Wort steht und endlich die Lücke zum Reformtarifvertrag schließt. Bisher ist es bei allgemeinen Absichtserklärungen geblieben. Das DRK Osterode sollte sich auch nicht hinter den zugegebenermaßen schwierigen Verhandlungen des DRK mit den Kassen verstecken. Andere DRK-Kreisverbände in Niedersachsen sind dort schon weiter und es wurden vernünftige Tarifeinigungen erzielt, so Niekamp. „Warum nicht mit dem DRK Osterode? Die Beschäftigten des DRK Osterode haben für ihre Arbeit vernünftige Gehälter verdient und sollten dabei nicht dauerhaft hinter dem Niveau des maßgeblichen Branchentarifvertrags hinterherhinken müssen. Und sie haben auch keine Zeit, auf Ergebnisse bis nach der Bundestagswahl zu warten, so Niekamp. Die Beschäftigten werden jetzt das weitere Vorgehen beraten, um ihren Forderungen weiter Nachdruck zu verleihen.

    Pressekontakt

    Julia Niekamp
    ver.di - Bezirk Region-Süd-Ost-Niedersachsen
    Groner-Tor-Str. 32, 37073 Göttingen
    Tel.: 05 51 / 5 48 50-13 │ 01 75-2 61 96 84
    E-Mail: julia.niekamp@verdi.de