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    Es brodelt in den Kitas …

    Kitas in der Region

    Es brodelt in den Kitas …

    Normaler Betrieb, aber Schutzmaßnahmen funktionieren nicht 05.03.2021
    Mehr Vertrauen braucht Mehr Zeit ver.di Motiv: Mehr Vertrauen braucht Mehr Zeit (1600x900)

    Die Erzieher*nnen sind permanent an vorderster Virenfront im Einsatz – aber die üblichen Schutzmaßnahmen sind hier unmöglich – deshalb umgehend Testungen und Impfungen sofort, bestmöglich und kontinuierlich notwendig!

    Derzeit läuft landauf, landab die Diskussion, wann sollen Schulen und Kitas wieder öffnen? Übersehen wird: – die Kitas waren nie geschlossen. Offiziell soll lediglich eine Notbetreuung gewährleistet werden. Da die Landesregierung hier aber keine klaren Regelungen schuf, sondern den Eltern die Entscheidung überließ, ist von einer „Notbetreuung“ nichts zu spüren.

    Während Schulen geschlossen sind, herrscht in den Kitas im zweiten Lockdown Betrieb – in der Regel liegt die Belegung bei 50%.

    Normaler Betrieb, aber Schutzmaßnahmen funktionieren nicht

    Dass der Betrieb weitergeht, ist gut so. Die Erzieher*innen leisten wertvolle Arbeit für die gesamte Gesellschaft. verdi-Sekretär Jens Havemann: „Es geht um nichts weniger, als um unsere Zukunft. Die frühkindliche Bildung ist einer der wesentlichen Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit und die Gerechtigkeit unserer Gesellschaft. Das gilt für die Zeit der Pandemie nochmal potenziert. Die Erzieher*innen sorgen dafür, dass die Folgen der Pandemie für die Kinder zu bewältigen sind und diese Zeit keine verlorenen Jahre sind. Wir brauchen uns nur zu überlegen, was ein Jahr im Leben eines Kindes und seiner Entwicklung bedeutet.“

    Nun hat das Kultusministerium am Donnerstag, den 4. März bekanntgegeben, dass die Kitas am Montag, den 8. März in den eingeschränkten Regelbetrieb wechseln sollen.

    verdi kritisiert, mit welcher Eile plötzlich in den Regelbetrieb gewechselt wird – ohne dass es eine stimmige Teststrategie oder eine verlässliche Perspektive hinsichtlich der Impfangebote gibt.

    Anders als in Schulen gibt es in Kitas keine Masken - Abstand ist selten möglich, stattdessen suchen und brauchen Kinder die Nähe und den direkten Kontakt. Wann und wie Kinder aus der der Quarantäne zurückkehren, ist häufig unklar. Die stärker ansteckenden Virusmutationen, bei denen weiter unklar bleibt, ob Kinder dadurch nicht zu stärkeren Treibern werden, vergrößern die Risiken zusätzlich.

    Havemann: „Klar ist: Es ist elementar wichtig, dass die Kitas geöffnet sind. Klar ist aber auch, dass die Kita-Beschäftigten sehr stark gefährdet sind, sich zu infizieren. Wenn die Schutzmaßnahmen aber ins Leere laufen, dann ist es umso wichtiger, dass Testung und Impfung umgehend bestmöglich und engmaschig angeboten werden.“

    In der vergangenen Woche haben viele Kommunen begonnen, Testungen anzubieten. Die Richtung stimmt: Bei Testfrequenz und Impfangeboten muss aber noch erheblich zugelegt werden!

    Konkret fordert ver.di:

    • Aufstellung von Test- und Impfkonzepten für jeden Träger und jede Einrichtung
    • sofortige und engmaschige Angebote für Tests mit bester Wirksamkeit –mehrmals die Woche – durch qualifiziertes Personal
    • umgehende Angebote zur Impfung des Personals – angesichts der fehlenden sonstigen Schutzmaßnahmen mit Schutz vor Erkrankung, aber auch vor Ansteckung und Weiterverbreitung
    • Tests und Impfungen während der Arbeitszeit
    • klare Regelungen zu Tests und Quarantäne bei Infektionsverdacht der Kinder
    • Einsatz von Luftreinigern

    Pressekontakt

    Jens Havemann
    ver.di - Bezirk Region-Süd-Ost-Niedersachsen
    Wilhelmstr. 5, 38100 Braunschweig
    Tel.: 05 31 / 2 44 08-18 │ 01 70-3 38 50 09
    E-Mail: jens.havemann@verdi.de