Pressemitteilungen

    1500 Euro für alle!

    Helios Kliniken

    1500 Euro für alle!

    Beschäftigten in den Helios Kliniken fordern Corona-Prämie 30.04.2021
    Wir sind es wert Pascal Klein Beschäftigten in den Helios Kliniken fordern Corona-Prämie: 1500 Euro für alle


    Es brodelt in den Helios Kliniken in Niedersachsen. Mitten in der Pandemie verweigert der hoch profitable Krankenhauskonzern seinen Beschäftigten die Zahlung der vollen Corona-Prämie. Dagegen macht die Gewerkschaft nun mobil.

    verdi-Verhandlungsführer Ralf Krüger und Julia Niekamp: „Während alle Welt darüber redet, wie wichtig die Pflegekräfte sind, stößt Helios seine Beschäftigten vor den Kopf.“

    Die Beschäftigten erwarten, dass Helios die gesetzlichen Möglichkeiten voll ausschöpft und die maximale Prämie brutto für netto auszahlt. Niekamp: „Landauf landab nutzen Unternehmen die Möglichkeit, ihrer Belegschaft steuer- und sozialversicherungsfrei Gutes zukommen zu lassen. Das muss doch erst recht in den Klinken gelten. Wenn irgendwo höchster Respekt angebracht ist, dann ja wohl dort. Deshalb 1500 Euro für alle.“

    Der zum Fresenius-Konzern gehörende Klinikbetreiber Helios kann sich die Zahlungen auch durchaus leisten.

    Holger Danke, ver.di-Tarifkommissionsmitglied und Betriebsratsvorsitzender im Klinikum Salzgitter: „2020 hat Helios insgesamt einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von über 600 Millionen Euro eingefahren. Die Beschäftigten der Helios-Kliniken haben dieses Geldes erwirtschaftet.

    verdi verweist zudem auf die Dividendenausschüttung des Helios-Mutterkonzerns Fresenius. Krüger: „Für die Aktionäre wird die Dividende zum 28. Mal in Folge erhöht, diesmal um 5 %. Seit 2014 hat sie sich sogar verdoppelt Davon können die Beschäftigten nur träumen.“

    Die Bundesregierung hat den Krankenhäusern finanzielle Mittel für Prämien zur Verfügung gestellt. Diese reicht Helios auch weiter. Anders als in der Altenpflege sind diese Mittel jedoch sehr begrenzt. Sie reichen bei weitem nicht für alle! ver.di erwartet deshalb, dass Helios eigenes Geld in die Hand nimmt, um die Prämie für alle auf 1500 Euro aufzustocken.

    Helios hatte bisher 400 Euro angeboten, allerdings nur dann, wenn verdi gleichzeitig die Gehaltsrunde für 2022 ohne weitere Verhandlungen auf 1,4 % beschränkt.

    Niekamp: „400 Euro sind ein Witz Es brennt in den Kliniken. Und 1,4 % sind ein absoluter Brandbeschleuniger. Helios hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Damit wir dauerhaft unser Gesundheitssystem sichern können brauchen wir in den Kliniken eine erhebliche Aufwertung der Gehälter. Sonst hängen immer mehr Beschäftigte ihren Job an den Nagel und Auszubildende machen einen Bogen um die Pflege. Die Verhandlungen betreffen die Kliniken in Gifhorn, Herzberg, Hildesheim, Nienburg, Salzgitter, Uelzen und Wittingen. Für diese Kliniken gilt aufgrund früherer Zugehörigkeit zum Rhön-Konzern nicht der HELIOS-Konzerntarifvertrag, sondern Haus-Tarifverträge.

    Pressekontakt

    Jens Havemann
    ver.di - Bezirk Region-Süd-Ost-Niedersachsen
    Wilhelmstr. 5, 38100 Braunschweig
    Tel.: 05 31 / 2 44 08-18 │ 01 70-3 38 50 09
    E-Mail: jens.havemann@verdi.de