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    Erinnerung an die Opfer der terroristischen Morde von Hanau - Mahnwache, Freitag, 19.02.2021, 17:00 Uhr 17.02.2021
    Erinnerung an die Opfer der terroristischen Morde von Hanau ver.di Erinnerung an die Opfer der terroristischen Morde von Hanau  – Graffiti unter der Friedensbrücke in Frankfurt


    Am 19. Februar ist der rassistische Anschlag in Hanau ein Jahr her. Aus diesem Grund ruft das Bündnis gegen Rechts zu einer Mahnwache auf:

    Freitag, 19.02.2021, 17:00 Uhr, Platz der Deutschen Einheit

    Wir klagen an und fordern Taten statt Worte: Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen!

    Wir trauern und erinnern an

    • Ferhat Unvar,
    • Hamza Kurtović,
    • Said Nesar Hashemi,
    • Vili Viorel Păun,
    • Mercedes Kierpacz,
    • Kaloyan Velkov,
    • Fatih Saraçoğlu,
    • Sedat Gür-büz und
    • Gökhan Gültekin.

    In Solidarität mit den Angehörigen und den Betroffenen in Hanau erinnert das Bündnis an die rassistischen Morde von Hanau. Der Attentäter ermordet am 19. Februar 2020 erschoss in und vor Shisha-Bars neun Opfer, die eine Migrationsgeschichte haben. Sechs Menschen, darunter fünf mit Migrationsgeschichte, wurden verletzt. Die Polizei findet den Attentäter und seine Mutter später tot in dessen Wohnung. Der Generalbundanwalt spricht von einer „zutiefst rassistischen Gesinnung“, die sich in den Botschaften des Täters offenbare.

    Mit seiner Mahnwache will das Bündnis nicht nur an die Opfer rechten Terrors erinnern. Es gehe auch um die von den Angehörigen und den Betroffenen skandalisierte schleppende Aufklärung über die Ereignisse in der Tatnacht, über das respektlose Agieren von Polizei und Verwaltung und die unzureichende Gegenwehr gegen rechte und rassistische Gewalt.

    „Hass, Gewalt und Mord gegen Menschen mit Migrationshintergrund gibt es nach wie vor viel zu häufig in unserem Land. Und der Umgang damit ist immer wieder beschämend,“ sagt Sebastian Wertmüller für das Bündnis gegen Rechts. Weder würden die Entwicklungen in der rechtsextremen Szene ausreichend ernst genommen, noch würde gegen die Vordenker und Hetzer im Internet und den analogen Medien konsequent vorgegangen.

    Umso wichtiger sei es, am 19.02.2021 an die Opfer zu erinnern und an diesem und jeden anderen Tag klare Zeichen gegen rechte und rassistische Gewalt zu setzen. Wertmüller: „Die Erinnerung gehört den Opfern und sie ist mehr als Betroffenheit und Trauer. Erinnern heißt verändern!“

    Pressekontakt

    Sebastian Wertmüller
    ver.di-Bezirk Region-Süd-Ost-Niedersachsen
    Wilhelmstr. 5, 38100 Braunschweig
    Tel.: 05 31 / 2 44 08-11 │ 01 71-5 61 50 26
    E-Mail: sebastian.wertmueller@verdi.de