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    Arbeitgeber verweigert Kostenübernahme für Qualifizierung

    Klinikum Wolfsburg

    Arbeitgeber verweigert Kostenübernahme für Qualifizierung

    Klinikum Wolfsburg, Jugend- und Auszubildendenvertretung


    Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) des Klinikums Wolfsburg kämpft vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig um die Kostenübernahme für eine Schulung für ihre Arbeit als Interessensvertretung.

    Im letzten Jahr haben drei der sieben Mitglieder der JAV des Klinikums am Seminar „JAV 2 – Ausbildung unter der Lupe!“ vom ver.di Bildungswerk Niedersachsen. Da geht es um das Kennenlernen und Anwenden von Gesetzen wie dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), dem Krankenpflegegesetz (KrPflG), dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbschG) und anderen.

    Schulungen für Ehrenamtliche in Personalräten und JAVen muss nach Gesetzeslage der Arbeitgeber bezahlen.

    Der Arbeitgeber hat aber nur einem der drei Mitglieder die Kostenübernahme gewährt. Er ist der Ansicht, dass es sich um eine Spezialschulung handelt, die nicht alle JAV-Mitglieder benötigen. Es geht jeweils um knapp 1.000 €.

    Ulrike Lorenz, ver.di Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Jugend in Süd-Ost-Niedersachsen zur verwehrten Kostenübernahme: „Damit die JAV des Klinikums Wolfsburg sich erfolgreich für die Auszubildenden einsetzen kann, muss sie Bescheid wissen.“

    Am Klinikum werden neben Pflegekräften auch Berufe wie Medizinische Fachangestellte und Köche ausgebildet. Was für die gilt, lernt man in dem Seminar. Spezialkenntnisse sind das nicht, es handelt sich um notwendige Grundlagen.

    Die Mitglieder der JAV arbeiten ehrenamtlich, sie machen eine anspruchsvolle Ausbildung und arbeiten auch im Schichtdienst. Lorenz: „JAVler tun ihre Arbeit gerne, aber sie wollen das auch gut machen. Dazu braucht es Qualifizierungen, die der Arbeitgeber zu bezahlen hat.“

    Die Vorsitzende der Wolfsburger JAV Mandy Jäschke-Pohl: „Es geht nicht darum, dem Arbeitgeber unnötige Kosten zu verursachen. Wir müssen sicherstellen, dass alle JAV-Mitglieder ihre Arbeit qualitativ gut verrichten. Wenn nur eine/r von uns geschult wird, reicht das nicht.“

    Das Verwaltungsgericht hat am 05.02.2019 das Thema erstmalig verhandelt. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.