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    Druckzentrum Braunschweig wird bestreikt

    Braunschweiger Zeitung

    Druckzentrum Braunschweig wird bestreikt

    Die rund 100 Beschäftigten des Druckzentrum Braunschweig der Braunschweiger Zeitung sind heute in einen ganztätigen Streik getreten. Hintergrund ist der seit Monaten nach wie vor ungelöste Tarifkonflikt in der Druckindustrie. Versuche diesen Konflikt im Rahmen eines Tarifgespräches zwischen dem Bundesverband Druck&Medien (bvdm) und ver.di am 30.01.2019 in Berlin zu lösen waren gescheitert. Es wurde kein neuer Termin zur Fortsetzung der Verhandlungen vereinbart

    Der bvdm hat den Manteltarifvertrag für die Beschäftigten der Druckindustrie gekündigt und will die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten deutlich verschlechtern. Er macht den Abschluss eines Lohnabschlusses davon abhängig, das ver.di die geforderten Verschlechterungen im Manteltarifvertrag akzeptiert.

    Ver.di versucht jetzt über die Regionalisierung wieder zu bundeseinheitlichen Tarifverträgen für die Druckindustrie zu kommen. Pilotergebnisse in einzelnen Bundesländern sollen nach dem

    Vorbild der Metall-und Elektroindustrie in den anderen Bundesländern übernommen werden.

    ver.di fordert die Wiederinkraftsetzung des MTV und angemessene Lohnerhöhungen. Es gibt keinen Grund die Tarifverträge der Druckindustrie zu verschlechtern und damit die Berufe und Tätigkeiten abzuwerten.

    Weder für die derzeit in der Branche beschäftigten Kolleg*innen, noch für Zukünftige. Die vom bvdm geforderten Öffnungsklauseln im MTV für die Druckindustrie, um Arbeitszeit, Zuschläge, Jahresleistung und Urlaubsgeld zu verschlechtern, lehnt die ver.di ab.