Tarifrunde ÖD der Länder 2019

    Ein machtvolles Signal

    Öffentlicher Dienst

    Ein machtvolles Signal

    Ahting: „Der Ball liegt im Spielfeld der Arbeitgeber!“
    Warnstreiks in Niedersachsen und Bremen: Beschäftigte senden machtvolles Signal

    Mehrere Tausend Beschäftigte haben am heutigen Mittwoch ein machtvolles Signal gesendet. Mit zahlreichen Warnstreiks in beiden Bundesländern hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wirkungsvoll die Interessen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst unterstrichen. Höhepunkt war eine zentrale Kundgebung auf dem Bremer Markt mit mehr als 7.000 Bechäftigten. Hauptredner dort war Frank Bsirske. „Der Ball liegt im Spielfeld der Arbeitgeber. Es ist an ihnen, jetzt endlich ein Angebot vorzulegen, das diesem Begriff gerecht wird“, forderte der ver.di-Chef. Landesleiter Detlef Ahting forderte den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers und die Finanzsenatorin Karoline Linnert auf, dass die Länderbeschäftigten nicht länger von der allgemeinen Einkommensentwicklung abzukoppelt werden dürften.

    In beiden Bundesländern legten Landesbeschäftigte aus verschiedenen Landesbehörden die Arbeit nieder. Besonders merkbar war der Streik an den niedersächsischen Universitätskliniken. In Hannover, Göttingen und Oldenburg wurde lediglich ein Notdienst aufrecht erhalten. An anderen Stellen in Niedersachsen sorgten zum Beispiel Brückenwärter durch Sperrungen dafür, dass Autofahrer*innen lange Umwege in Kauf nehmen mussten.

    Tarifrunde ÖD der Länder 2019: Warnstreik am 27.02.2019 in Bremen Matthias Klump Tarifrunde ÖD der Länder 2019: Warnstreik am 27.02.2019 in Bremen

    „Die Arbeitgeber haben genau noch einen Tag Zeit, um zur Vernunft zu kommen“, so Ahting, der vom 28. Februar an bei der nächsten Verhandlungsrunde in Potsdam dabei sein wird. „Legen Sie endlich ein Angebot vor, das Sie bis heute verweigert haben. Hören Sie auf, auf Zeit zu spielen“, sagt der Landesleiter. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei schlecht, sie erwarten spürbare Verbesserungen für ihre gute und wichtige Arbeit.

    Die Forderung seien 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro, für die Pflege werde ein Extra-Betrag von 300 Euro aufgerufen. „Der Landesdienst ist längst abgehängt – Bund und Kommunen sowie private Arbeitgeber zahlen deutlich besser. „Wenn diese Lücke nicht noch größer werden soll, ist jetzt ein großer Schluck aus der Pulle erforderlich“, fasst Ahting zusammen. Sonst verstärke sich der jetzt schon spürbare Fachkräftemangel.

    • 1 / 3

    Weiterlesen